© Martin Winter, CC by-nc 4.0

Saatgut-Tütchen

Saatgut-Tütchen

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By Martin

Selbst der kleinste Platz am Balkon reicht aus, um die Stadt ein bisschen grüner zu machen. Seit ich meine erste Wohnung mit Balkon hatte, ist mir der grüne Rückzugsort für mich, die Insekten aber auch Vögel ein großes Anliegen.

Damit aber auch alle etwas davon haben, liegt mein Fokus auf Nutzpflanzen – ob Kräuter, Tomaten, Paprika, Chili … sie alle haben ihren Platz auf meinem Balkon und seit einigen Jahren auch in meiner kleinen Gartenparzelle. Und von denjenigen Pflanzen, welche besonders gut wachsen, werden Jahr für Jahr auch Samen genommen und für die nächste Saison aufbewahrt.

Für Tomatensamen ist es wichtig, sie nach dem Abwaschen des Fruchtfleisch gut zu trocknen – und davon inspiriert habe ich Jahre lang all meine selbst gesammelten Saaten in vierfach gefaltetem Küchenpapier gesammelt … mal mit Edding beschriftet und mal komplett vergessen, so dass die Form der Samen zwar eine Idee geben kann, was aus ihm wächst, aber die genaue Sorte am Ende vollkommen vergessen war.

An letzterem kann ich nur schwer etwas ändern – aber die Küchenpapier-Lösung ist auf Dauer extrem platzintensiv. Deshalb habe ich mir verschiedene Lösungen angesehen, wie ich das Saatgut platzsparender und v.a. organisierter lagern kann. Und dabei bin ich auf Origami-Tütchen gestoßen, welche aus einem quadratischen Stück Papier gefaltet und zudem noch sinnvoll beschriftet werden können. Eine entsprechende Druckvorlage war schnell gemacht und die 2025er Samen in die neuen Tütchen gefüllt.

Hier gibt’s die Druck- und Falt-Vorlage zum herunterladen.

  1. Nach dem Ausschneiden der Quadrate wird es zunächst in ein Dreieck gefaltet – die schwarzen Spitzen sollen aufeinander liegen.
    So lagere ich mir immer ein paar ein, damit ich sie bei Bedarf direkt beschriften, fertig falten und befüllen kann.
    Ja, jetzt ist der optimale Zeitpunkt das Saatguttütchen zu beschriften – später sind die Falten und ggf. Samenkörner im Weg!
  2. Die Falt-Vorlage hat zwei unterschiedliche Arten von gepunkteten Linien. Die, bei welchen die Punkte weiter auseinander liegen, markieren die Beschriftungsgrenzen – die enger gepunkteten Linien sind Falt-Linien. Sie sind auf der Seite aufgedruckt, in welche gefaltet werden soll und liegen anschließend innen.
  3. Aus dem Dreieck wird ein Häuschen gefaltet – und die zweite umgefaltete Lasche wird in die zuerst umgefaltete gesteckt.
  4. Anschließend wird die Öffnungshilfe (die schwarz eingefärbten Spitzen mit Pfeil) und der Verschluss in Richtung der Strichel-Linien gefaltet.
  5. Und zum Schluss wird der untere Teil nochmals halbiert – die kurzen Faltmarkierungen sind hier nur Richtlinien. Wichtig ist, dass sich der Verschluss gut über die Faltung legen lässt!
  6. Das Saatgut wird „durch das Dach“ des Häuschens in den Zwischenraum gefüllt.
  7. Anschließend wird das Päckchen wieder klein gefaltet, das Saatgut in seinem Tütchen eingesperrt und die Öffnungshilfe sicher in den Zwischenraum am unteren Ende des Häuschens eingesteckt.

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